Candidate Experience – das Wichtigste im Überblick: 3. Checkliste für ein professionelles Candidate Experience Management

15_FP_CXM_Logo_UZ_6002015 ist das Jahr des Kandidaten. EMPLOYERREPUTATION liefert zum Abschluss des Jahres eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Grundlagen des Candidate Experience Managements in drei Kapiteln: „Definitionen“, „Was Kandidaten wollen“ und „Checkliste für ein professionelles Candidate Experience Management“

3. Checkliste für ein professionelles Candidate Experience Management:

Checkliste_Candidate_Experience_Management

Zwei Punkte, mehr nicht. Wenn Kandidaten positive Erfahrungen machen und wenn der Recruitingprozess zur Employer Brand passt, dann stimmt die Candidaten Experience.

Checkpunkt 1 – Positiv: Ist das Erlebnis positiv? Erleben Kandidaten Wertschätzung?

Ein professionelles CXM will Kandidaten wie „König Kunde“ behandeln. Ziel ist es, Wunschkandidaten zur Bewerbung zu motivieren und diese Wunschkandidaten dann im Bewerbungsprozess an das Unternehmen zu binden um sie schließlich als Mitarbeiter zu gewinnen. Das gelingt, wenn die Begegnungen mit dem potenziellen Arbeitgeber von Kandidaten als positiv und wertschätzend erlebt weren.

Manchmal reicht gesunder Menschenverstand, um ein positives Recruiting zu gestalten: Jeder Bewerber sollte eine Antwort erhalten, Auswahltests sollten zum vereinbarten Termin stattfinden und pünktlich starten, jeder Teilnehmer eines Interviews sollte sich mit Namen vorstellen,… Höflichkeit und Freundlichkeit sind die Grundlage einer positiven Candidate Experience.

Andere Themen sind weniger offensichtlich: Um zu verstehen, ob die eigene Zielgruppe Videointerviews wertschätzend findet oder wie sie ein neu entwickeltes In-House-Assessment-Center erlebt, ist eine Kandidatenzufriedenheitsbefragung notwendig (z. B. Teilnahme am Candidate Experience Award). Wer Kandidaten zuhört, die Zufriedenheit misst und immer wieder kleine Verbesserungen im Sinne der Kandidaten umsetzt, der schafft schließlich eine rundum positive Candidate Experience.

Checkpunkt 2 – Botschaft: Welche Botschaft wird gesendet? Entspricht sie der Employer Brand?

Das Candidate Experience Management hat einen beachtlichen Employer-Branding-Effekt. An jedem Kontaktpunkt bilden sich Kandidaten eine Meinung, im Online-Bewerbungsformular, auf der Karrieremesse, beim Lesen des Arbeitsvertrags usw. Mit diesen Erfahrungen entscheiden sich Kandidaten für oder gegen einen Arbeitgeber. Und sie erzählen von ihren Erfahrungen im Freundes- und Kollegenkreis und auf Kununu. Die CXM wirkt deswegen stark auf die Employer Brand.

Natürlich zahlen positive Erlebnisse grundsätzlich positiv auf die Employer Brand ein. Doch das allein reicht nicht aus. Es geht auch darum, Kandidaten die gewünschte Botschaft zu vermitteln und die spezifische Employer Brand des Unternehmens zu unterstützen. Will sich beispielsweise ein StartUp als jugendlich und informell positionieren, so kann es Kandidaten im Recruitingprozess per „Du“ ansprechen und im Assessment Center eine lockere Schnitzeljagd einbauen. Ein Familienunternehmen, welches auf ein familienfreundliches Arbeitgeberimage Wert legt, kann für die Zeit des Bewerbungsgesprächs Kinderbetreuung und für mitreisende Lebensgefährten eine Stadtführung anbieten. Ein Engineering-Dienstleister, der als Treiber von Innovation und Technologie wahrgenommen werden möchte, kann mit Virtual-Reality-Shows auf Karrieremessen oder Gamification-Online-Self-Assessments punkten.

Kurz, es geht darum, den Recruitingprozess so zu gestalten, dass Kandidaten die einmalige Employer Brand der Organisation erleben. Gelingt das, so lernen Kandidaten bei jeder Begnung mit dem Unternehmen die Persönlichkeit der Firma als Arbeitgeber besser kennen und binden sich mit jedem Kontakt stärker an die Organisation. So lassen sich Kandidaten überzeugen und als Mitarbeiter gewinnen, die sich zur Unternehmenskultur passen. Außerdem erzählen Kandidaten  Geschichten über die Kinderbereuung während des Bewerbungsgesprächs oder die Virtual-Realitiy-Show auf der Karrieremesse weiter und tragen so ihre individuelle und bewusst gestaltete Employer Brand weiter. Die Bekanntheit der Employer Brand, die Bekanntheit der einmaligen Persönlichkeit als Arbeitgeber steigt. Das bewirkt, dass sich dauerhaft Kandidaten angezogen fühlen, die zur Unternehmenskultur passen.

Das Jahr des Kandidaten

So, das war mein Abschluss für das Jahr des Kandidaten. Oder halt, noch nicht ganz, denn ein wichtiger Aspekt fehlt noch: das Change-Management und die Prozess-Optimierung. Auf dem Papier lassen sich schöne Prozesse leicht gestalten, doch eingeschliffene Handgriffe, etablierte Einstellungen und komplizierte Entscheidungswege bremsen das CXM manchmal an überraschenden Stellen aus. Professionelles CXM braucht daher einen langen Atem, einflussreiche Sponsoren im Unternehmen und Change- und Prozesskompetenz (gerne auch von der Ferber Personalberatung, die in CXM-Kundenprojekten mit Sandra Aengenheyster von der School of Change zusammenarbeitet).

Für das neue Jahr wünsche ich mir, dass wir nicht nachlassen. Ich hoffe, dass 2016 das Jahr des professionellen Candidate Experience Managements wird und 2017 und 2018 auch. Ich baue darauf, dass wir Kandidaten zuhören und immer positivere und überzeugendere Recruitingprozesse gestalten. Ich wünsche mir, dass wir dauerhaft die Kandidaten in den Mittelpunkt des Recruitings und Employer-Brandings stellen. Damit das Recruiting für Recruiter und die Jobsuche für Kandidaten angenehm, positiv und zügig funktioniert. Machen Sie mit?

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Wenn Sie Ihr Candidate Experience Management professionalisieren wollen, rufen Sie uns bitte an oder schreiben Sie uns: +49 (0) 69 3487 6899-1, info@ferber-personalberatung.de

Weitere Informationen über Candidate Experience Management mit Ferber Personalberatung finden Sie hier.

Für einen positiven mobilen Bewerbungsprozess bieten wir die OneClickBewerbung: one-click-bewerbung.eu

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