Employer Branding für den Mittelstand

Heute melde ich mich mit einer Lese-Empfehlung für Führungskräfte und Personalmanager im Mittelstand. Die zweite Ausgabe des Leitfadens für „Employer Branding im Mittelstand“ von compamedia und  wbpr_ Kommunikation ist soeben auf www.top-arbeitgebermarke.de erschienen. Sie können sie hier abrufen (Registrierung notwendig).

Die Autoren zeigen in vier Schritten, wie ein mittelständisches Unternehmen eine erfolgreiche Arbeitgebermarke entwickeln kann. Anschließend geht es darum, wie Mittelständler sich mit konsequenter Arbeitgeberwerbung gegen aufmerksamkeitsstarke Imagekampagnen der Großkonzerne durchsetzen können.

Schwerpunkt des Leitfadens sind Werbemaßnahmen für Recruiting und Employer Branding. Alle wichtigen Instrumente werden vorgestellt:

  • Arbeitgeberclaim und Kernbotschaften
  • Stellenanzeige
  • Karrierewebsite
  • Medienarbeit
  • Veranstaltungen
  • Arbeitgeberbroschüre
  • Arbeitgebervideo
  • Arbeitgeberrankings
  • Social Media

Die abschließende Zusammenfassung typischer, aber vermeidbarer Fehler ist für Praktiker sehr hilfreich. Die Checklisten für jedes der behandelten Instrumente sind pragmatisch und vollständig.

Mir persönlich hätte die Broschüre noch besser gefallen, wenn sie stärker betonen würde, dass „Schein“ und „Sein“ übereinstimmen müssen. In Zeiten von Social Media sind Arbeitgeber transparent. Unternehmen werden nur dann als gute Arbeitgeber wahrgenommen, wenn sie für ihre Zielgruppen wirklich gute Arbeitgeber sind. Gute Claims und Kampagnen allein reichen also nicht.

Da der Fokus des Leitfadens auf Werbemaßnahmen und Kommunikation liegt, werden Recruiting- und Bewerbungsprozesse nicht thematisiert. Jedoch, wenn Unternehmen Bewerber und Bewerberinnen zwingen, lange Bewerbungsformulare auszufüllen oder wenn Recruiter erst nach drei Wochen Top-Kandidaten zum Bewerbungsgespräch einladen, dann nutzt die besten Kampagne nichts. Aber mit diesen Themen könnte man einen ganz eigenen Leitfaden füllen.

Insgesamt ist der Leitfaden „Employer Branding für den Mittelstand“ eine hervorragende Lektüre. Für Employer Branding-Anfänger und -Fortgeschrittene ist diese systematische und angenehm geschriebene Vorstellung aller wichtigen Methoden ideal. Und auch Profis können von dieser sehr vollständigen und pragmatischen Darstellung profitieren.

Der Leitfaden ist auf www.top-arbeitgebermarke.de erschienen und ist hier abzurufen (Registrierung notwendig).

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4 Gedanken zu „Employer Branding für den Mittelstand

  1. Hallo Frau Ferber,

    vielen Dank für Ihre sehr lesenswerte Besprechung unseres Leitfadens. Es freut uns, dass Ihnen der Leitfaden gefällt.

    Sie haben mit Ihrem Hinweis zu Sein und Schein der Arbeitgeber völlig recht: Eine Arbeitgebermarke kann nur funktionieren, wenn sie auf den tatsächlich vorhandenen Stärken eines Arbeitgebers aufbaut. Deshalb ist es für uns in der Analysephase wichtig, nicht nur Unternehmensleitung, HR- und Kommunikationsabteilung zu den Stärken des Arbeitgebers zu befragen, sondern vor allem die Mitarbeiter – denn häufig gibt es sehr unterschiedliche Auffassung über die Vorzüge und Leistungen des Unternehmens. Und genau diese identifizierten Stärken sind es, die dann den Kern der Arbeitgebermarke ausmachen müssen. Alles andere ist unglaubwürdig und endet mit empörten Mitarbeitern und Bewerbern, die schnell wieder die Flucht ergreifen.

    Es wäre schön, wenn wir das Thema miteinander vertiefen könnten. Hätten Sie Interesse an einem Interview mit uns auf dem wbpr-Blog (http://www.wbpr.de/blog/) zum Thema Employer Branding und Personalgewinnung? Wir würden uns freuen!

    Beste Grüße
    Annekatrin Buhl
    TOP Arbeitgebermarke / wbpr_ Kommunikation

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